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Nordirland 2009 – Reisen mit Mietauto – Erfahrungsbericht

Reisebericht mit Bildergalerien
Nordirland – Reisen mit dem Mietwagen
Mein Reisetagebuch vom 08.08. bis 21.08.2009


Wir haben uns dieses Mal den Norden Irlands vorgenommen, nicht nur Nordirland, sondern auch den Norden der Republik Irland.


Freitag, 07.08.2009

Nach dem abendlichen Lufthansa-Flug kommen wir gegen 23:00 Ortszeit in Dublin an. Aufregung – wo geht’s zum Hotel? Der Shuttle-Bus bringt uns gegen 00:30 zur Bleibe – erstklassiges Zimmer mit tollem Bett und perfekter Matratze. Eigentlich sollten wir gar nicht mehr weiter fahren.

Nach einem kurzen Softdrink legen wir uns bald hin. Am nächsten Morgen soll es schließlich weiter gehen.


Samstag, 08.08.2009

Das Aufstehen aus einem solch tollen Bett fällt schwer. Ist doch anzunehmen, das es so gut nicht mehr wird.

Ohne Frühstück geht es dann mit dem Shuttle Bus in Richtung Flughafen. Hier soll erst einmal ein Nissan Micra – wir hatten allerdings einen Ford Fiesta oder gleichwertig “bestellt” – angemietet werden, ohne dass wir uns so richtig Vorstellungen von der Größe dieses Fahrzeuges gemacht haben. Vom Flughafen weiter – ebenfalls mit einem Shuttle Bus – zum Großparkplatz des Vermieters AVIS.

Der vorgestellte Nissan Micra entpuppt sich als für unsere Reisezwecke komplett ungeeignet, da – nomen est omen – viel zu klein. Ein Glück, dass ein nahezu neuer Fiesta (2.600 km) zum Tausch bereit steht, mit dem wir zufrieden unsere Reise fortsetzen können.

Als Zwischenziel schlage ich Slane-Castle vor. Diesen besonderen Ort vieler Rockkonzerte erreichen wir dann auch nach ca. 45 min. Zunächst nehmen wir uns die alte Abtei auf dem „Hill of Slane“ vor. Die Ruinen mit Friedhof schaffen schon einmal die richtige Atmosphäre. Tja, bloß wo ist das Castle? Keiner kann uns so recht weiterhelfen. Also fahren wir immer der Nase nach. Imposante, aber leider geschlossene, schmiedeeiserne Eingangstore mit Goldaufsatz haben wir gesehen, dennoch fehlt das Eingangstor. Endlich scheinen wir es gefunden zu haben. Dann die schlechte Nachricht: nur geöffnet von Sonntag bis Donnerstag.

Das war’s. Also weiter nach Plan: Über M1 und A1 – an Belfast vorbei – nach Ballygalley, zu unserem vorgebuchten 1. Quartier in Nordirland. Zwischendurch – wir mussten ja noch einkaufen – ein schneller Besuch bei „Aldi Nord“ in der Republik Irland. Ganz günstig bei einigen Artikeln – und schwupp, man fühlt sich schon wie daheim.

Dank des mitgenommenen Navigationsgerätes – wir nennen es kurz “Stefan” (so unser deutscher Sprecher) – finden wir dann auch prompt die Bleibe. Uschi hatte aber schon auch die Karte aufgeschlagen – zur Sicherheit.

Nach Ankunft ein kurzer Anruf beim Vermieter und einige Minuten später lernen wir die wirklich annehmbare große Wohnung in einem fast freistehenden Haus kennen. Die ganze Gegend wirkt englisch, irgendwie auch amerikanisch, gibt es unseren Haustyp hier in ähnlicher Form noch einige Male.

Abends noch schnell einmal an den Strand – tja, ob hier irgendwer von uns baden wird. Ich jedenfalls nicht. Alles recht frisch hier. Aber richtig schöne Atmosphäre.

Vor dem Schlafengehen wird die im Haus angebotene Unterhaltungselektronik aktiviert – Dr. House wartet schon auf seine Zuschauer.

Irland 08/2009 © Gerald Langer

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Sonntag, 09.08.2009

Wir hatten etwas von gutem Wetter am Sonntag gehört. Also heißt es:

„Auf zum Giant’s Causeway“.

Zunächst reizt Uschi die Hängebrücke bei Carrick-a-Rede. Schöner Spaziergang und herrlicher Ausblick. Tolles Terrain zum Fotografieren.

Danach geht’s weiter zum „Giant’s Causeway“. Dort erst einmal eine kleine Stärkung in Form von Sandwiches und ab geht die Post. Wir entscheiden uns dahingehend, dass wir erst einmal bergab gehen, um unser Ziel – leider eben nicht nur unser Ziel – schnellstmöglich zu erreichen. An diesem Sonntag ist diese Gesteinsformation offensichtlich das Ausflugsziel vieler Touristen. Die Kunst besteht nun darin, so zu fotografieren, als wären wir doch nahezu alleine vor Ort. Das Wetter ist leider etwas trübe, nicht sonnig, wie auf den Postkarten. Macht nichts. Der Rückweg ist etwas beschwerlicher – nun geht’s bergauf. Der Aufstieg wird allerdings belohnt mit wunderbaren Ausblicken auf die grandiose Küste.

Zum Auto zurückgekehrt, entscheiden wir uns, auch noch das nahegelegene Schloss „Dunluce Castle“ anzusehen. Nach kurzer Inspektion des Umgriffes geht’s ins Lokal. Dort trinken wir einen wunderbaren englischen Tee (mit Milch). Christoph und ich leisten sich noch eine richtige Kalorienbombe – Baisertorte mit Erdbeeren.

Gesättigt treten wir die Heimfahrt an. Abendessen, dann Dr. House. Gute Nacht!

Irland 08/2009 © Gerald Langer

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Montag, 10.08.2009

Der Tag beginnt früh, genauer gesagt bereits gegen 1:30, während der 1. Tiefschlafphase. Die Alarmanlage spricht an und wir können sie leider nicht ausschalten. Fürchterlicher Lärm im Haus und ein entsprechendes Fluchen meinerseits. Erst Bryce – unser telefonisch herbeigerufener Vermieter – schafft nachhaltig Abhilfe. Danach noch einmal – gute Nacht!

Für heute haben wir uns eigentlich Belfast vorgenommen. Uschi hat sich auch schon etwas eingelesen. Dann die Suche nach Christoph’s Jacke. Die Fotos zeigen eindeutig, dass er sie gestern im Lokal liegen ließ.

Also: Unser Fahrziel wird zugunsten der Jacke verändert.

Via Dunluce Castle geht’s – quasi unvorbereitet – der Küstenstraße weitestgehend folgend in die ehemalige Kampfzone von Londonderry. Relativ schnell haben wir einen Parkplatz in Innenstadtnähe gefunden. Dann machen wir uns auf „intra muros“, dem eigentlichen Stadtkern. Eine Perle der Stadtbaukunst ist auch Londonderry nicht. Welche englische Stadt kann diesbezüglich schon recht überzeugen?

Im Craft Centre essen wir einen Happen, bevor wir uns dann in Richtung Denkmal an die Getöteten des 30. Januar 1972 aufmachen. Leider ist das „Bloody Sunday Centre“ wohl schon längere Zeit geschlossen. Hätte uns wirklich interessiert. Rückfahrt über M6 und die A2 nach Ballygalley.

Und abends nach dem Essen? Natürlich Dr. House!

Irland 08/2009 © Gerald Langer

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Dienstag, 11.08.2009

Belfast – die Zweite!

Nach dem Frühstück geht’s los. Ist ja auch gar nicht soweit entfernt – ca. 40 km.

Angekommen in der City suchen wir auch gleich das nächstbeste Parkhaus auf. Wenn’s so preiswert ist wie in Londonderry! Dann zu Fuß in die überschaubare Innenstadt und dabei die klassischen Sehenswürdigkeiten mitnehmen, als da wären Howard Street, May Street, City Hall, Opera House (Van Morrison), St. George’s Market (leider nur am Freitag/Samstag geöffnet), Waterfront Hall etc. Ein Besuch beim Chinesen in der Innenstadt stillt unseren Hunger. Chilli Chicken für uns alle, aber ganz schön scharf!

Danach noch ein Bummel durch das große innerstädtische Einkaufszentrum mit Applestore’s Internet.

Ein Besuch bei Starbucks rundet den Stadtbesuch ab.

Leider ist das Parkhaus sehr teuer > 9 Pfund! 1,80 Pfund/Stunde. Künftig: immer vorher gucken!

Danach geht’s mit dem Auto in die „Zone“  – Wall of Peace. Unglaublich: eine Mauer in der Stadt, um religiöse Gruppen voneinander zu trennen. Wir schreiben das 21. Jahrhundert und das geteilte Berlin ist mittlerweile Geschichte. Diese Mauer mit öffen- und schließbaren Toren beeindruckt nachhaltig. Kann man sich doch auch anhand der großflächigen Graffities ein Bild dieser aufgeriebenen und derzeit so friedlichen Stadt machen.

„Sunday Bloody Sunday“ auch hier.

Die Heimfahrt führt auf meinen besonderen Wunsch hin an der Küste und an Carrickfergus (Schlossruine) vorbei nach Ballygalley. Leider ist dort Feierabendverkehr, entsprechend schleppend verläuft die Heimfahrt.

Irland 08/2009 © Gerald Langer

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Mittwoch, 12.08.2009

Heute keine Stadt, sondern Natur. Die Glens Of Antrim sind angesagt. Wir starten an der Küste und biegen dann bei Glenarm ins Hinterland ab. Statt über die A 42 dann wieder an die Küste zurückzufahren, entscheide ich nach Ballymena weiter zu fahren. Das wird eine kleine Katastrophe, ist doch das letzte Straßenstück gesperrt und unser „Stefan“ nicht informiert. Habe ganz schön zu fluchen. Eine hilfsbereite Irin nimmt uns mit ins Hinterland, bin schon nahe dran, aufzugeben. Wir fahren ihr bestimmt 15 km hinterher, auf Straßen, die bei uns daheim bestenfalls Wege sind.

In Ballymena besuchen wir das Eco-Centre, welches zwar von außen mittlerweile schon etwas gammlig aussieht, innen aber verständlich erklärt, worauf es heute schon ankommt:

Sorgsamer Umgang mit unseren Resourcen, Recycling, Nutzung natürlicher Energie.

Nach diesem Besuch geht’s dann weiter in Richtung Glenariff Forest – Cushendall – Glendun – Glendun River – Cushendun – Cushendall – Schleife um Glenariff Forest – Carnlough (Einkaufen) – Ballygalley.

Irland 08/2009 © Gerald Langer

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Donnerstag, 13.08.2009

Auch heute ist eher „piano“ angesagt. Auf nach Carrickfergus mit seiner scheinbar so toll erhaltenen Festung. Parkplatz ist schnell gefunden und dann ab mit den Fotoapparaten im Gepäck.

Besichtigung ist durchaus interessant, da die irischen Briten (oder umgekehrt?) die eine oder andere lebensgroße Figur mit in die Szenerie gestellt haben. Nach ausgiebigem Besuch erspähen wir einen Pizza Hut in der Ferne. Das Mittagessen – Buffet, all you can eat – ist somit gesichert.

Nach dem Essen noch etwas Kultur – Habinsel „Island Magee“. Uschi dirigiert uns schnell auf die interessantere Ostseite, die dem Meer zugewandt ist. Dort machen wir einige schöne Aufnahmen. Den Abschluss bildet der Besuch des „Waterfall Glengoe“, den wir nach reichlicher Irrfahrt dann auch endlich finden. Hatten ihn vorher bei der Vorbeifahrt schon gehört.

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Freitag, 14.08.2009

Unser letztes Ziel soll Lough Neagh sein, der größte britische Binnensee. Die ganze Fahrt über regnet es. Es ist ein Gräuel. In Antrim suchen wir ein Schloss – Shanes Castle – auf, welches leider uns den Zutritt verwehrt. Dann auch noch der „Round Tower“, das Wahrzeichen von Antrim, zumindest für Uschi ein „Muss“. Nachdem wir diese POI (Points Of Interest) abgehackt haben, wollen wir endlich diesen großen See erblicken, am besten bei einer Kanne Tee und ganz viel Kuchen. Wir fahren an Toome vorbei in Richtung Ballyronan. Alles irgendwie nicht das Wahre. Man kommt an den See nicht richtig ran.

Also Kehrtwende nach Antrim und zum dortigen Hafen – Regen, Fotos, der Versuch etwas Trinken zu gehen, wieder ins Auto und über den Lidl von Larne zurück nach Hause. Abends dann nochmals an den Strand und Besuch des Strandhotels. Leider werden wir nicht bedient und verlassen schließlich das Lokal. Uschi hat ihr Sudoku, Christoph seinen Gameboy und ich mein Notebook.

Und dann: Dr. House? Natürlich!

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Samstag, 15.08.2009

Heute heißt es Abschied nehmen vom 1. Quartier. Das Auto wird bepackt und auf geht’s. Tschüss „Brustin Lee“. Noch einmal an der Küste entlang in Richtung Larne und von da aus ab in Richtung N6 und am Lough Neagh vorbei. Das Wetter ist etwas besser als am Vortag. Fast auf der Höhe von Castledawson ein Blick zurück mit Kamera. Am Horizont kann man in einem zarten Graublau den See erkennen. Unser “Stefan” leitet uns weiterhin sicher an den Zielort. Nachdem wir Derry gestreift haben – ein letzter Blick auf die Stadtsilhouette – geht es bei besserem Wetter und teilweise blauem Himmel weiter in Richtung Strabane. Dort wechseln wir über den River Foyle von Nordirland in die Republik. Die Straßen sind – N15 – erst einmal richtig schlecht – unerwartete Schlaglochgefahr! Ein Glück, dass wir einen Leihwagen haben ☺.

Die Fahrt verläuft dann erst einmal „normal“ – ohne besondere Sehenswürdigkeiten. Doch dann, bei Ballybofey geht es über eine schmale Straße – nach der N252 – in ein Gelände, welches mit den schottischen Highlands vergleichbar ist. Wir fahren in Richtung Mullanmore durch das „Finn Valley“ – absolut eindrucksvoll.

Nachdem wir nach einiger Irrfahrt durch Glenties unser Quartier bei Teresa Oakdale bezogen haben – sie kichert wie Uschi – geht es abends nochmals ins Gelände.

Jetzt werden wir von der Natur Irlands überwältigt.

Wir fahren nach Ardara und von da aus durch ein herrliches Tal (Glengesh Pass) zu den Cliffs Of Bunglass. Danach über Glencolumbkille auf die vor gelagerte Halbinsel „Malin Beg“. Man möchte einfach nur noch weiterfahren. Das Wetter ist optimal. Die Zeit verrinnt und dann geht es über den Glengesh Pass zurück ins Quartier. Abendessen und Dr. House!

Wir sind geschafft!

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Sonntag, 16.08.2009

Gut geschlafen – nehmen wir uns für heute den Bereich nördlich von Glenties – „The Rosses“ – vor. Das Wetter ist eher bedeckt, hin und wieder fallen ein paar Regentropfen. Über die N56 fahren wir in Richtung Dunglow (Lidl und Aldi) und von da aus nach Burtonport, der Hafen zu Aran Island.

Dann weiter auf der 259 und dann um Gweedore herum wieder zurück. In Dunglow wollten wir etwas trinken gehen – leider Fehlversuch. Weiterfahrt nach Glenties in Teashop. Ist auch nicht der Brüller – lediglich mein Wrap taugt etwas. Einigermaßen gestärkt fahren wir dann noch mal zum Strand bei Naran. Dort folgt ein Spaziergang am Meer. Obwohl das Wetter alles andere als einladend ist, wagen sich doch einige zum Baden ins Wasser – Generation 50 plus. Gut, wir sind auch bald dabei!

Wir sind bald zwei Stunden unterwegs, ich fotografiere viel. Anderen Strandbesuchern ist die Begeisterung ebenfalls ins Gesicht geschrieben. „ A Lovely Day, isn’t it?“ Was will man antworten, außer zustimmend zu nicken.

Auch Uschi und Christoph gefällt der Spaziergang, wenngleich sich Christoph anders äußert.

Gegen 19:00 sind wir wieder daheim – Essen – Dr. House.

Irland 08/2009 © Gerald Langer

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Montag, 17.08.2009

Gut ausgeschlafen fahren wir nach dem Frühstück über Ardare und an Donegal vorbei nach Sligo. Gleich eine Runde um den See, der aber in seiner Lieblichkeit nicht recht zu begeistern vermag. Dazu waren die vorangegangenen Naturerlebnisse zu großartig. Der Versuch, in Sligo einen Spaziergang zu machen, scheitert an meiner Ungeduld, einen vernünftigen Parkplatz zu finden.

Also raus aus der Stadt zum Strand „Strandhill“.  Wetter ist auch okay. Apfelkuchen mit Tee vor einem Pub, danach Rückfahrt über Mullagmore Head – wunderbare Aussichten und tolles Wetter – zurück Richtung Dunglow.

Auf diesem Weg staut sich bald der Verkehr hinter einem Leichenwagen, den sich offensichtlich niemand zu überholen traut. Irgendwann wird’s mir zu blöd, wir wollen schließlich noch beim Lidl (Donegal) einkaufen. Überholmanöver gelingt – Gott sei Dank!

Dann fahren wir über die N 262 nach Glenties. Abends Fish and Chips – schmeckt super mit den Zutaten vom Lidl!

Abends – kein Dr. House, sondern Quincy. House ist nämlich aus!

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Dienstag, 18.08.2009

Unsere heutigen Ziele lauten Enniskillen und die Höhlen von Marble Arche. Das Wetter ist eher trüb, nachts hatte es geregnet.

Zuerst also über Land nach Enniskillen. Die Straßen kennen wir bereits zum Teil von gestern, aber es kommen neue hinzu. Nach Donegal wechseln wir wieder von der Republik nach Nordirland – unser Stefan zeigt uns den Grenzgang auch immer schön an.

Zuerst fahren wir am Lower Lough Erne bei leicht miesem Wetter vorbei. Enniskillen entpuppt sich mal wieder nicht als besonders sehenswertes Örtchen. Selbst das von Uschi sehnsüchtig gesuchte Schloss ist eher ein Schlösschen und erinnert an Christophs Playmobil-Burg. Die Stadt selbst hat nicht viel zu bieten. Nach einer knappen Stunde verlassen wir Enniskillen und machen uns auf zu den Höhlen. Die Fahrt dorthin verläuft problemlos. Bald finden wir an den Höhlen auch einen Parkplatz – Tickets besorgt > verbilligt (statt 18 nur 11,50€), da es scheinbar in den Höhlen Hochwasser gibt und die Führung kürzer ausfällt (ca. 60 min.).

Ab 14:00 geht es in die Höhle > 150 Stufen. Die irische Führerin ist stimmlich und vom Dialekt her kaum zu verstehen. „Trini“ ist eine Träne! Die Höhlenwanderung aber durchaus imposant, wenngleich das Fotografieren Schwierigkeiten bereitet.

Anschließend noch eine Einkehr ins Restaurant und dann die geplante Rückfahrt via Belleek und  Donegal nach Hause. Donegal macht spontan einen erstaunlich positiven Eindruck, was uns veranlasst, das Auto zu verlassen und einen kleinen Stadtspaziergang am Castle vorbei zu machen.

Danach nun endlich nach Hause, Bilder aufs Notebook aufspielen, was muss nachbearbeitet werden? Christoph meint schon, ich würde extra schlechte Bilder machen, um sie danach bearbeiten zu können.

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Mittwoch, 19.08.2009

Unser letzter ganzer Tag in Glenties. Alles noch einmal ganz intensiv erleben, die Landschaft noch mal einatmen. Wir fahren zum Wasserfall in der Nähe von Ardara und auch in ein benachbartes Tal. Das Wetter zieht sich zusammen und wir treten den Rückweg an. Uschi lotst uns dann noch einmal über unbekannte Straßen. Wir fotografieren und machen noch den einen oder anderen kleinen Halt. Besonders schön ist unsere Fahrt an der Küste entlang in Richtung der Klippen, die wir uns bereits am Samstag angeschaut haben.

Tolle Landschaft. Jetzt noch einmal hinauf auf die Klippen. Die Cliffs Of Bunglass sind auch heute gut besucht – eben nicht unbedingt ein Geheimtipp. Überall begeisterte Gesichter. Der Marsch auf einen Berg lässt sich natürlich nicht vermeiden. Uschi drängt uns hier etwas. Das Wetter ist heute anders, nicht so windig. Die Farben der Landschaft verändern sich dabei natürlich auch, wenn der Himmel etwas grauer ist. Ein wirklich schöner Ort, finden auch ältere Damen, die uns freundlich ansprechen.

Danach geht es zurück ins Quartier – Route: wie am vergangenen Samstag.

Packen – Teresa und Paddy „goodbye“ sagen und dann nach Glenties, um zu essen.

Nachdem uns der Asiate zum Sitzen überteuert erscheint, wählen wir „Take-away-food“. Schmeckt gut und macht satt.

Dann abends noch etwas Quincy sehen und ab in die Falle.

Irland 08/2009 © Gerald Langer

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Donnerstag, 20.08.2009

Plangemäß lassen wir uns vom Wecker um 5:00 wecken. Aufbruch verläuft bestens – wir (vor allem Uschi) haben ja auch alles gut vorbereitet -, so dass wir um 6:00 starten können.

Das Wetter ist zunächst regnerisch und wir durchfahren den Canyon auf der R 253, der uns auf der Hinfahrt schon so beeindruckt hat. Leider ist alles noch etwas dunkel, die Straße befahren wir alleine, auf den ersten Kilometern kommt uns gar niemand entgegen. Die Iren schlafen wohl sehr lange auch unter der Woche.

Dann geht es weiter über Land. Irgendwann haben wir Baufahrzeuge vor uns, die uns etwas ausbremsen. Gegen 11:00 sind wir nach verzweifelter Suche endlich bei AVIS angelangt. Fahrleistung: 2.700 km Linksverkehr! Auto wird problemlos abgegeben. Danach mit dem AVIS Shuttledienst zum Airport und von da aus ins Bewsley Hotel.

Dort angekommen legen wir unser Gepäck ab, fahren zurück zum Airport, Familienticket für 10 Euro gekauft, die Sitzplatzreservierung schon beim Lufthansaschalter vorgenommen und dann geht’s mit dem Airlink Bus in die City von Dublin. Der Himmel hat die unterschiedlichsten Einfärbungen. Hoffentlich regnet es nicht!

Gedacht – getan: Mit unserem Ausstieg gibt es einen kleineren Wolkenbruch, der sich aber schnell wieder verzieht. Wir laufen planlos in die Stadt, gleich an den Fluss mit Blick auf Dublins Hafencity. Was hier gebaut wird – Boomtown auf der grünen Insel. Hier muss noch richtig viel Geld verdient werden. Nach etlichen Schleifen durch die Stadt geht es dann am südlichen Ufer entlang zum Hauptquartier von U2 > Hanover Quay. Diese Bruchbude zeugt von einem eher zweifelhaften Understatement. Kein Wunder, dass U2 einen sog. U2 Tower bei Norman Foster planerisch in Auftrag gegeben haben. Man passt sich eben an! Uschi und Christoph sind schon ziemlich genervt, aber dennoch guter Laune.. Uns gelingt auch wieder mal eine Busfahrt – Mann, ist das unübersichtlich hier mit den Haltestellen!

Nachdem wir erst einmal die Bushaltestelle am falschen Ort ermutet haben, geht es nach langem Fussmarsch zurück zum Bus. Mittlerweile ist es schon gegen 19:30. Nach Umstieg am Flughafen zurück ins Hotel, frisch machen, Fotos auf Festplatte kopieren und dann möglichst bald einschlafen, weil unser Flieger ja so zeitig startet.

Irland 08/2009 © Gerald Langer

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Freitag, 21.08.2009

Unser Abreisetag. Christoph’s iPod weckt uns zwar nicht, dafür aber mein Samsung Handy. Ich war bereits seit 4:00 wach. Das Weckerläuten um 4:45 habe ich regelrecht erwartet und noch ein bisschen Hörbuch – Der Richter und sein Henker – gehört. Schnelles Frühstück und ab zum Bus, der schon vor der Haustür wartet. Der Bus ist schon sehr gut gefüllt. Der Fahrer lässt allerdings eine britische Radiosendung in affenartiger Lautstärke laufen. Er macht sich damit unsterblich. Am Flughafen kommen wir gegen 5:45 an. Auch dort reger Betrieb. Viele Rückreisende.

Um 6:40 soll unser Flieger starten, es wird dann doch kurz nach 7:00, bis wir loskommen. Um 10:00 landen wir dann auf dem Frankfurter Flughafen. Gepäck bekommen wir schnell zurück – ich muss scheinbar nur mal eben auf die Toilette gehen, dann klappt das auch in Frankfurt einigermaßen flott. Der Shuttle von Airparks bringt uns zum Parkhaus, wo wir unsere Rückreise gegen 11:30 mit eigenem Fahrzeug fortsetzen.

Um ca. 13:00 kommen wir daheim an. Im Gepäck jede Menge Eindrücke, die die Natur und das Land Irland bzw. Nordirland bei uns hinterlassen haben.

© Gerald Langer


Dieser Beitrag ist während des nunmehr bald 10 Jahre zurückliegenden Urlaubs in Nordirland entstanden. Nur an wenige Passagen habe ich nochmals Hand angelegt, ansonsten kommt die Stimmung von damals hoffentlich richtig rüber.

Ich mag dieses Land noch immer sehr gerne.. Auf Festplatte liegt noch ein älterer Urlaub im Süden Irlands bereit. Muss mal schauen, wann ich den aufbereite. Tagebuch hatte ich damals leider nicht geführt!


Meine Tipps:

  • Unterkünfte nach Möglichkeit von Zuhause aus buchen.
  • Eine Rundreise ist empfehlenswert, in der “Hochsaison” ist es jedoch nicht  leicht, spontan Bed & Breakfast – Möglichkeiten zu finden, vor allem, wenn man, wie wir, mit mehreren Personen (> 2 Personen) reist.
  • Auf der linken Seite zu fahren, bereitet mir keine allzu großen Probleme. Nur ist es ratsam, dass man sich für einen Fahrer entscheidet. Der Fahrerwechsel macht nur dann Sinn, wenn beide Fahrer sich hier paritätisch aushelfen. Der Europäer ist ansonsten schon eher ein erfahrener “Rechsfahrer”, der eine gewisse Zeit benötigt, sich umzugewöhnen.
  • Irland ist landschaftlich wunderschön. Die Kleinstädte – wenige Ausnahmen gibt es – sind allerdings von eher bescheidenem Erlebniswert.
  • Einkaufsmöglichkeiten bei uns aus Deutschland bereits sehr wohl bekannten Discountern gibt es ausreichend.
  • Beim Parken im Parkhaus sollte man sich über die Gebühren jedenfalls vor Befahren der Anlage kundig machen.

13 Comments

  1. […] Bildergalerie. Nordirland. Reisen mit Mietwagen. Ballymena – Glenariff Forest – Cushendall – Glendun – Glendun River – Cushendun – Cushendall – Schleife um Glenariff Forest – Carnlough (Einkaufen) – Ballygalley. 12.08.2009. Kamera: Canon EOS 50D Canon IXUS 70 Reisebericht […]

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