Hamburg – Usedom 2017 – Reisebericht mit Bildergalerien

Reisebericht mit Bildergalerien.
Urlaub Hamburg – Usedom 2017
Vom 18. bis 30. August 2017 wieder einmal im Norden und Nordosten Deutschlands
Text und Fotos:
Gerald Langer


Die letzten Jahre ging es regelmäßig im August in den Norden Deutschlands. Das Reiseziel liegt mir aus vielerlei Gründen. Zum einen darf man annehmen, dass die sommerlichen Temperaturen, die wir in der Mitte Deutschlands erleben dürfen, dort doch nicht ganz so extrem ausgeprägt sind. Zum anderen mag ich das Spazierengehen am Ostseeufer, wenn das kühle Nass die Füße im Takt der Wellen umspült. Eine wunderbare Möglichkeit, dass auch ein „überreizter“ Typ wie ich wieder auf „Reset“ gestellt werden kann.

Die Flut an Konzerten und der damit verbundenen Fotografie ist in den Monaten Juni bis Anfang August regelmäßig stark ausgeprägt gewesen. Auch in diesem Jahr. Drei Tage Taubertal-Festival im Anschluss an den Hafensommer Würzburg haben mir auch meine körperlichen Grenzen aufgezeigt. Gerade dann, wenn man Dinge besonders gerne macht, vergißt man häufig, dass man nicht unendlich Energie aus der eigenen Begeisterung schöpfen kann.

Und wenn dann der eine oder andere vollkommen unnötige Ärger im Rahmen des Hobbies auftritt, wird es Zeit zur Kurskorrektur beim Betreiben meiner Websites music-on-net.com, music-on-net.de und music-on-net.photography.

Die Planung und Buchung unseres Urlaubs hatte wieder einmal meine liebe Frau Uschi übernommen, so dass ich es mir während der Fahrt auf dem Beifahrersitz bequem machen konnte.

Den zehn Tagen an der Ostsee hatten wir zwei Tage im Hamburg vorgeschaltet. Zum Vatertag hatte mir Uschi zwei etwas unterschiedliche Führungen durch die Elbphilharmonie in Hamburg geschenkt.

Freitag, 18.08.2017

Abfahrt gegen 10:00 in Kürnach. Ankunft in Hamburg gegen 16:30. Die Unterkunft in der Nähe der Wandsbeker Chaussee bescheiden, aber funktional und im Hinblick auf die gewünschten kurzen Verbindungen zur Hafencity ideal.

Kleine Stadterkundung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und der immer lohnenswerten Tageskarte.

Das Schanzenviertel ruft, die im Rahmen des G20-Treffens entstandenen Sachschäden sind weitgehend beseitigt.

Auf zum Kumpir König – feine Kartoffeln mit besten und frischen Zutaten essen.

Danach zur Hafencity. Es regnet etwas, auch kein geeignetes Wetter zum Bummeln durch die Mönckebergstraße.

Daher besser ein spontaner Besuch der Elbphilharmonie, bei der es gegen 19:30 nicht allzu viel Publikumsverkehr gibt. Am nächsten Tag sollte sich das schon am Vormittag ändern.

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Hamburg 2017 © Gerald Langer

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Samstag, 19.08.2017

Frühstück am Bett, der Frühstücksraum in unserer Bleibe fehlt. Dann Fahrt mit den Fahrrädern in die Hafencity – das Wetter passt. Für mich gewissermaßen ein „Warm-Up“ für die kommenden Tage auf Usedom.

Zwei Führungen stehen an:

Architekturführung – englischsprachig – im Konzertsaal und im oberen Foyerbereich sind keine Fotos erlaubt.

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Hamburg 2017 © Gerald Langer

Danach Führung der etwas populäreren, dennoch interessanten, Art durch das Gebäude unter Weglassen der Konzertsäle.

Fahrt zur Ökumenischen Freikirche in der Hafencity. Dann weiter zu Kumpir-König – „die letzte Kartoffel vor Usedom“

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Sonntag, 20.08.2017

Weiterfahrt nach Usedom – via Hamburg Wedel. Ehemalige Arbeitskollegin von Uschi besuchen. leider finden am Wochenende Läufe und Radrennen statt. Da die Hamburger nicht in der Lage sind, die gesperrten Straßen rechtzeitig zu sperren, benötigen wir für die Fahrt von etwa 30 km gute 90 Minuten Fahrzeit.

Spaziergang in Wedel – wieder einmal ans Wasser zum Welcome Point („Der Duft der großen weiten Welt“) – Mittagessen, Kaffee trinken und dann Weiterfahrt nach Usedom auf Usedom. Vom Beifahrersitz aus kann man auch ganz schön durch die Frontscheibe fotografieren. Auf Spiegelungen muss man allerdings etwas achten.

Das Quartier ist sehr in Ordnung, die Ferienwohnung auch praktisch eingerichtet und entsprechend groß zugeschnitten. Zwei Kinder hätten hier locker Platz gefunden.

Montag, 21.08.2017

Eine erste Radtour – ich bin noch recht untrainiert. Wind, vor allem Gegenwind auf dem Weg zur ehemaligen Hubbrücke Karnin.

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„Die Hubbrücke Karnin ist der mittlere Teil der Karniner Brücke, einer ehemals etwa 360 m langen Eisenbahnbrücke zwischen dem pommerschen Festland bei Kamp und der Insel Usedom bei Karnin. Das Brückenbauwerk wurde 1933 fertiggestellt; es war Bestandteil der über Swinemünde führenden Bahnstrecke Ducherow–Heringsdorf–Wolgaster Fähre, die heute nur noch zwischen Swinemünde und Wolgast existiert und betrieben wird.

Die Überbauten beiderseits des beweglichen Hubteils wurden 1945 zerstört. Der Hubteil der Brücke steht seit Kriegsende als unverändertes Fragment und als technisches Denkmal mitten im Strom, dem inneren Küstengewässer, das das Stettiner Haff mit dem Peenestrom verbindet.“ (Wikipedia)

Die Straßen sind hier teilweise in einem außerordentlich katastrophalen Zustand, so dass man sich ein gut gefedertes Mountain-Bike, am besten elektrifiziert, wünscht.

Am Ende doch noch eine Entschädigung – gerade rechtzeitig vor dem einsetzenden extremen Regenschauer – im Café „Blaumerie“, direkt am Stadttor von Usedom. Wunderschön das Nebeneinander von Blumen und sehr gutem Kuchen. 

Sollte das Wetter regnerisch bleiben, wäre zumindest der Nachmittagskaffee unter Dach und Fach.

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Dienstag, 22.08.2017

Radtour von Bansin an Heringsdorf und Ahlbeck vorbei bis zur polnischen Grenze. Abstecher ans Wasser, selbstverständlich mit Kurkarte, die man hier überall braucht. Es wird tatsächlich auch auf den Uferpromenaden kontrolliert, sollten wir Tage später feststellen.

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Mittwoch, 23.08.2017

Die körperlichen Herausforderungen werden gesteigert. Heute eine richtige Radtour von Rankwitz via Warthe und Liepe (Lieper Winkel) zurück nach Rankwitz. Dieser Streckenabschnitt ist Teil der sogenannten Ostseerundweges mit dem Fahrrad. Ganz ehrlich – mit Fahrradwegen hat das über weite Strecken rein gar nichts zu tun. Mein Fluchen wird man sicherlich im größeren Umkreis vernommen haben.

Einkehr in der Alten Fischräucherei in Rankwitz zur Entschädigung für die Strapazen. Empfehlenswerte Gastronomie für Fischesser!

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Donnerstag, 24.08.2017

Mit dem Fahrrad von Ückeritz nach Bansin und zurück.

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Freitag, 25.08.2017

Schon wieder eine Radtour. Diesmal  Usedom – Stolpe (Café und Schloss) – Dargen (DDR-Museum) – Stolpe – Café (schon wieder) – Usedom.

Das DDR-Museum Dargen ist wirklich sehenswert. Zwar didaktisch nicht vergleichbar mit der Ausstellung in Berlin, aber weitaus authentischer. Und vor allem die unvergleichliche Bockwurst mit Kartoffelsalat danach.

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Samstag, 26.08.2017

Fahrt nach Ückeritz mit dem Auto. Rückreiseverkehr und landwirtschaftliche Fahrzeuge und der damit verbundene Rückstau nerven vor allem den Beifahrer, also mich!

Strandtag von 12:00 bis 16:15 mit Gratis WLAN im Strandkorb. Was will man(n) mehr? Wir brauchten übrigens keinen xxl-Strandkorb, kamen mit der Normalausführung zurecht. Ich bin halt so schlank und schmal.

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Sonntag, 27.08.2017

Die Wetterprognose ist für heute nicht so gut. Am Nachmittag wagen wir uns dennoch nach Swinemünde/ Polen und erleben einen sehr schönen sonnigen, wenn auch etwas windigen, Nachmittag an der Ostsee. Das Auto parken wir an der deutsch-polnischen Grenze und fahren dann mit unseren Rädern auf dem Usedom-Rundwanderweg ins sehr lebendige Swinemünde.

Am Strand bestaunen wir die mutigen Kite-Surfer und wagen uns bis zur prägnanten Windmühle.

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Montag, 28.08.2017

Uschis Geburtstag – da fahre ich auch gerne einmal morgens zum „Brötchen-Holen.“ Danach fahren wir nach Ückeritz, denn ein weitere Strandtag ist zunächst geplant. Wolken über Ückeritz lassen spontan einen neuen Plan entstehen:

Bockwindmühle Pudagla, Radfahren bei Neppermin, Wasserschloss Mellenthin und zum Abschluss die Alte Fischräucherei in Rankwitz.

Im Übrigen ist es erschreckend, wenn man nach gerade einmal sechs Jahren auf das Wasserschloss zufährt und zunächst der Aufassung ist, dass man an diesem Ort garantiert noch nie war. Bis ich endlich einen Blick auf die Kuchentheke richte. Mein Déjà-vu!

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Dienstag, 29.08.2017

Noch einmal ein Strandtag in Ückeritz. Die Strandkörbe mit WLAN sind an diesem warmen Spätsommertag leider gegen 11:00 nicht mehr verfügbar. Uschi findet dennoch einen sehr passablen Korb für uns.

Abends geht es nochmal zu Natzke in Usedom. Das Lokal hat unter anderem ein famoses Zigeunerschnitzel im Angebot. Vor lauter Heißhunger verbrenne ich mir den Gaumen.

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Mittwoch, 29.08.2017

Abfahrt gegen 8:30, Ankunft in Kürnach gegen 16:00. Keine Staus auf der Fahrt über Berlin in Richtung Kürnach. Schön, wieder gesund daheim angekommen zu sein.

 

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Meinunterwegsblog.de soll langfristig kein ausschließlicher Urlaubs-Blog werden. So häufig bin ich ja auch nicht auf Reisen. Es geht mir vielmehr darum, Eindrücke von unterwegs in Wort und Bild festzuhalten, die für andere vielleicht auch interessant sein könnten. Insofern wird der Begriff des Unterwegs-Sein von mir entsprechend weit gefasst.